Merkwürdige Sachen

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Tótila Albert: Merkwürdige Sachen

Der chilenische Bildhauer Tótila Albert (1892-1967) hatte durch familiäre Wurzeln eine tiefe Beziehung zur deutschen Sprache. Er übersetzte schon Gedichte seines Freundes Pablo Neruda, als der spätere Nobelpreisträger in Europa noch unbekannt war. Seine eigene deutsche Lyrik hielt Tótila Albert unter Verschluss. Der Gestaltpsychologe Claudio Naranjo, der Alberts geistiges Erbe antrat, schloss 1968 Freundschaft mit Lama Govinda, als dieser am Esalen Institute ein Seminar hielt. Durch Naranjo lernte Govinda Alberts lyrisches Werk kennen und als einen Ausdruck tiefer mystischer Erfahrungen schätzen. Als besonders wertvoll galt dem Lama ein von Franz Schuberts Sinfonie in h-Moll inspiriertes Gedicht Es gehört zu einer Gruppe von Texten, die Albert „musikalische Diktate“ nannte. Sie schienen ihm auf geheimnisvolle Weise den geistigen Gehalt klassischer Kompositionen wiederzugeben.

Govinda traf eine Auswahl aus Alberts Lyrik und versah sie mit einem Kommentar: Einführung in die Gedankenwelt Tótila Alberts. Doch fanden Naranjo und Govinda im Deutschland der 1970er und 1980er Jahre keinen Verlag für diese Anthologie. Fast ein halbes Jahrhundert nach Tótila Alberts und 30 Jahre nach Lama Govindas Tod vereinbarten deren Nachlassverwalter Claudio Naranjo und Volker Zotz, dass dieses Buch erscheinen soll.

Tótila Albert: Merkwürdige Sachen. Ausgewählt und eingeleitet von Lama Anagarika Govinda. Herausgegeben von Volker Zotz.

ISBN: Hardcover 978-3-96025-001-2
Paperback 978-3-96025-000-5
e-Book 978-3-96025-002-9